Tom Sachs eröffnet Fake-Chanel-Boutique in New York
In SoHo hat Tom Sachs eine Chanel-Boutique unter dem Titel "31 Rue Cambon" erschaffen, die aus Pappe, Sperrholz, Legosteinen und Fahrradlampen besteht. Diese Bezeichnung verweist auf den ersten Haute-Couture-Salon von Coco Chanel in Paris. Sachs hinterfragt die "Mythologie des Luxus" und regt zur Reflexion über Themen wie "Urheberschaft, Wert, Arbeit, Neid und kulturelle Mechanismen des Luxus" an. Die Installation umfasst krakelige Doppel-C-Logos, nachgebaute Cap-Toe-Schuhe sowie Handtaschen aus Pappe, begleitet von einer düsteren Soundcollage. Chanel-Kostüme wurden von Sachs aus Spanplatten geschnitten und mit Acrylfarben bemalt. Diese Zweiteiler wurden 1954 von Chanel als sportliche Antwort auf Diors "New Look" eingeführt. Chanel distanzierte sich von dem Projekt. Der Fake-Store erinnert an "Prada Marfa" und "The Store".
Key facts
- Tom Sachs hat in SoHo, New York, eine Chanel-Boutique aus Pappe, Sperrholz, Legosteinen und Fahrradlampen gebaut.
- Die Installation heißt "31 Rue Cambon", nach der Adresse von Coco Chanels erstem Haute-Couture-Salon in Paris.
- Sachs will die "Mythologie des Luxus aus der Perspektive der Bootleg-Kultur" hinterfragen.
- Die Ausstellung zeigt unter anderem Chanel-Kostüme aus Spanplatten, bemalt mit Acrylfarben.
- Coco Chanel machte das Kostüm 1954 zum sportlichen Gegenentwurf gegen Christian Diors "New Look".
- Sachs' Fake-Store erinnert an "Prada Marfa" von Elmgreen & Dragset (2005) und Claes Oldenburgs "The Store" (1961).
- Chanel dementiert jede Verbindung zu dem Projekt.
- Sachs' früheres Werk "Chanel Guillotine (Breakfast Nook)" (1998) gehört zur Sammlung des Centre Pompidou und wurde von Karl Lagerfeld mit "I love it" kommentiert.
Entities
Artists
- Tom Sachs
- Coco Chanel
- Christian Dior
- Karl Lagerfeld
- A$AP Rocky
- Lady Di
- Elmgreen & Dragset
- Claes Oldenburg
Institutions
- Chanel
- Centre Pompidou
Locations
- New York
- Vereinigte Staaten
- SoHo
- Paris
- Frankreich
- Marfa
- Texas