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Streaming-Dienste sammeln detaillierte Nutzerprofile und formen kulturellen Konsum

digital · 2026-06-16

Streaming-Dienste wie Spotify sammeln umfangreiche Mikrodaten zum Nutzerverhalten, darunter Hörverhalten, bevorzugte Genres, Tageszeiten, Geräte, Standortdaten und Interaktionen. Die Datenschutzrichtlinie von Spotify, aktualisiert im April 2026, listet diese Daten offen. Sie werden für Empfehlungsalgorithmen, Werbung und Funktionsentwicklung genutzt. Algorithmen ersetzen zunehmend traditionelle Kuratoren wie Radio oder Plattenläden. Sie fördern Entdeckungen, tendieren aber zu personalisierten Komfortzonen statt Überraschungen. Nutzer können Datenschutzeinstellungen anpassen, Algorithmen durch bewusstes Hören stören oder mehrere Dienste mit getrennten Konten nutzen. Der Digital Services Act, in Deutschland umgesetzt durch das Digitale-Dienste-Gesetz, gibt der Bundesbeauftragten für den Datenschutz neue Befugnisse, darunter Verbote von Profiling-Werbung gegenüber Minderjährigen und von profilbasierter Werbung mit besonderen Datenkategorien. Die grundlegende Funktionsweise von Empfehlungsalgorithmen bleibt unberührt.

Key facts

  • Spotify sammelt Hörverhalten, Genres, Tageszeiten, Geräte, Standortdaten und Interaktionen.
  • Spotify-Datenschutzrichtlinie wurde im April 2026 aktualisiert.
  • Algorithmen ersetzen traditionelle Kuratoren wie Radio und Plattenläden.
  • Algorithmen fördern Entdeckungen, aber auch personalisierte Komfortzonen.
  • Digital Services Act (DSA) in Deutschland durch Digitale-Dienste-Gesetz umgesetzt.
  • Bundesbeauftragte für den Datenschutz hat neue Aufsichtsbefugnisse erhalten.
  • Verbot von Profiling-Werbung gegenüber Minderjährigen.
  • Verbot profilbasierter Werbung mit besonderen personenbezogenen Datenkategorien.

Entities

Institutions

  • Spotify
  • Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
  • kulturnews.de

Locations

  • Deutschland
  • Europa

Sources