Sachsen-Anhalt: AfD fehlen drei Stimmen – Verhandlungen vor Ministerpräsidentenwahl
Die AfD gibt an, dass ihr bei der Wahl des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Mitte Dezember drei Stimmen zur absoluten Mehrheit fehlen. Der Präsident des Landtags der Partei erhielt bereits vier Stimmen mehr als erwartet; Berichten zufolge gibt es Hinweise auf eine Partei, die Anfragen von Pressevertretern unbeantwortet lässt. Am 9. Oktober, dem Gedenktag des Anschlags eines Judenhassers vor sieben Jahren, standen Reiner Haseloff und Sven Schulze schweigend im Innenhof der Synagoge und des jüdischen Friedhofs in Halle. Beide wirkten ernst und erschöpft, im Gegensatz zu einem CDU-Wahlplakat, das Haseloff mit einem fröhlichen Blick auf Schulze zeigt und ihn als „Die beste Wahl für Sachsen-Anhalt“ bezeichnet. Haseloff, der im Januar als Ministerpräsident zurücktrat, war eigens aus Wittenberg angereist; Schulze ist sein derzeitiger Nachfolger.
Key facts
- Mitte Dezember wird in Sachsen-Anhalt der Ministerpräsident gewählt
- Der AfD fehlen drei Stimmen zur absoluten Mehrheit
- Ihr Landtagspräsident erhielt vier Stimmen mehr als erwartet
- Eine Spur führt zu einer Partei, die Presseanfragen ignoriert
- Am 9. Oktober jährte sich der Anschlag eines Judenhassers zum siebten Mal
- Reiner Haseloff und Sven Schulze standen am Gedenktag im Hof der Synagoge und des jüdischen Friedhofs in Halle
- Haseloff trat im Januar als Ministerpräsident zurück und ist Ehrenmitglied der jüdischen Gemeinde Halle
- Haseloff reiste aus Wittenberg zum Gedenktag an
Entities
Artists
- Reiner Haseloff
- Sven Schulze
- Ulrich Siegmund
Institutions
- AfD
- CDU
- BSW
- Landtag von Sachsen-Anhalt
- jüdische Gemeinde Halle
- Der Freitag
Locations
- Sachsen-Anhalt
- Deutschland
- Halle
- Wittenberg