Parkinson-Betroffene Anna Kuhn warnt vor Folgen des Pflegeneuordnungsgesetzes
Im Bundestag wird derzeit das Pflegeneuordnungsgesetz des Gesundheitsministers Carsten Linnemann diskutiert. Anna Kuhn, 68 Jahre alt und seit etwa einem Jahrzehnt an Parkinson erkrankt, äußert Bedenken, dass der Entlastungsbetrag in Pflegestufe 1 wegfallen könnte – dies betrifft die von der Krankenkasse bereitgestellte Unterstützung. Ihre offizielle Diagnose erhielt sie im Jahr 2016, wobei die ersten Symptome bereits zwei bis drei Jahre zuvor auftraten. Eine lange Odyssee von Arztbesuchen war nötig, um die Krankheit zu erkennen. Kuhn hat viele Jahre als Historikerin gearbeitet und war über 40 Jahre lang gemeinsam mit der Autorin Ulrike Baureithel in der Frauenforschung aktiv. In einem Interview mit der Wochenzeitung der Freitag appelliert sie an die Bundesregierung, keine Gelder in Rüstung zu investieren. Zum Schutz ihrer Privatsphäre wurde ihr Name geändert. Die Reform könnte ihre eigene Versorgung sowie die vieler anderer Betroffener erheblich beeinträchtigen.
Key facts
- Der Bundestag verhandelt das Pflegeneuordnungsgesetz von Gesundheitsminister Carsten Linnemann.
- Anna Kuhn ist 68 Jahre alt und leidet seit rund zehn Jahren an Parkinson.
- Die offizielle Diagnose erhielt sie 2016, erste Symptome zeigten sich zwei bis drei Jahre zuvor.
- Kuhn befürchtet den Wegfall des Entlastungsbetrags in Pflegestufe 1.
- Der Entlastungsbetrag ermöglicht von der Krankenkasse bezahlte Hilfe und Unterstützung.
- Kuhn arbeitete jahrzehntelang als Historikerin.
- Sie engagierte sich über 40 Jahre in der Frauenforschung.
- Ihr Name wurde für die Veröffentlichung geändert.
Entities
Artists
- Anna Kuhn
- Carsten Linnemann
- Ulrike Baureithel
Institutions
- Bundestag
- der Freitag
Locations
- Deutschland