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Mirja Busch: 15 Jahre Pfützenforschung und die Begründung der Pfützologie

artist · 2026-09-15

Die Künstlerin Mirja Busch aus Berlin beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Thema Pfützen und hat die "Pfützologie" ins Leben gerufen, eine Wissenschaft, die sich mit der Beschaffenheit von Pfützen auseinandersetzt. Diese temporären, ortsgebundenen Wasseransammlungen existieren in zwei Zuständen: nass und trocken, und setzen sich aus einem Kern, einer Aura und Trocknungsringen zusammen. Busch klassifiziert Pfützen nach ihrer Entstehung. Ihr "Pfützenarchiv" wurde 2014 präsentiert und 2019 erneut ausgestellt. Im Jahr 2019 erkannte sie, dass die Relevanz ihrer Arbeit durch die Klimakrise und Dürre beeinflusst wurde. In Kooperation mit einem Ökotoxikologen stellte sie fest, dass viele Pfützen nicht giftig sind und als historische Indikatoren fungieren können. Busch fordert ein Umdenken im Umgang mit Wasser.

Key facts

  • Mirja Busch ist eine Berliner Künstlerin und Begründerin der Pfützologie.
  • Sie beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Pfützen.
  • 2014 stellte sie erstmals das flüssige Pfützenarchiv aus, eine Rauminstallation aus 199 Flaschen mit Pfützenwasser.
  • 2019 wurde das Pfützenarchiv erneut ausgestellt, wobei sich die Bedeutung durch die Klimakrise verändert hatte.
  • Pfützen haben zwei Zustände: Nasszustand und Trockenzustand.
  • Morphologisch bestehen Pfützen aus Kern, Aura und Trocknungsringen.
  • Kettenpfützen entstehen durch parkende Autos am Straßenrand.
  • Wasseranalysen mit einem Ökotoxikologen zeigten, dass viele Pfützen für Menschen nicht toxisch sind.
  • Schwermetallspuren in einer Pfütze aus einem Naturschutzgebiet stammten aus der Vergangenheit des Ortes als Industriegebiet.
  • Pfützen können Jahrzehnte alt werden und als Wetterarchiv dienen.
  • Busch arbeitet künstlerisch-wissenschaftlich und interdisziplinär mit Stadtökologie und Hydrologie.
  • Pfützen verändern ihren Rhythmus durch Dürre, sterben aber nicht aus.

Entities

Artists

  • Mirja Busch

Locations

  • Berlin
  • Deutschland

Sources