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Marc Spiegler: Galerien in der Krise – FOMO ist kein Geschäftsmodell

market-auction · 2026-06-19

In der New York Times äußert Marc Spiegler, der frühere Global Director von Art Basel, seine Besorgnis über eine strukturelle Krise im Galeriensystem. Trotz des Anstiegs der Superreichen und der Auktionsergebnisse kämpfen viele Galerien ums Überleben. Er zitiert Marc Glimcher von der Pace Gallery, der erklärt, dass das bestehende Galeriemodell aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen dem Kunstbetrieb und einem stagnierenden Markt nicht reparabel sei. Galerien finanzieren Messen und Ausstellungen, haben jedoch nicht genügend neue Sammler. Spiegler plädiert für eine stärkere regionale Verankerung anstelle von globaler Expansion. Zudem wurde beim Wiener Belvedere ein Hacker aktiv, der 7200 unverkaufte NFT-Zertifikate von Gustav Klimts Der Kuss stahl, was einen theoretischen Schaden von über 13 Millionen Euro verursacht. Laura Helena Wurth berichtet über mutmaßlichen Betrug bei einem Stipendium in Georgien, während Kathleen Hildebrand das menschliche Schreiben im Kulturjournalismus verteidigt.

Key facts

  • Marc Spiegler, ehemaliger Global Director von Art Basel, schrieb einen Gastbeitrag für die New York Times über die Krise des Galeriensystems.
  • Spiegler zitiert Pace Gallery-Chef Marc Glimcher, der das aktuelle Galeriemodell als nicht reparierbar bezeichnet.
  • Ursache der Krise: Missverhältnis zwischen gewachsenem Kunstbetrieb und stagnierendem Kunstmarkt.
  • Galerien müssen immer mehr Messen, Biennalen und Museumsausstellungen finanzieren, ohne genügend neue Sammler.
  • Die Branche habe Kunst zu oft als Anlageklasse vermarktet, was Spekulanten anzog und Sammler abschreckte.
  • Spiegler fordert weniger globale Expansion und mehr regionale Verankerung; FOMO sei kein Geschäftsmodell.
  • Ein Hacker stahl beim Wiener Belvedere rund 7200 unverkaufte NFT-Zertifikate von Gustav Klimts Der Kuss.
  • Theoretischer Schaden über 13 Millionen Euro, praktisch geringer, da NFTs nicht mit Bilddateien verknüpft wurden.
  • Das NFT-Projekt startete 2022; etwa 2500 von 10.000 digitalen Fragmenten wurden verkauft.
  • Wertverfall: günstigster Marktpreis 2022 bei 672 Euro, heute unter 90 Euro.
  • Bisherige Einnahmen des Belvedere aus dem Projekt: 4,8 Millionen Euro.
  • Laura Helena Wurth berichtet über mutmaßlichen Betrug mit Aufenthaltsstipendium in Georgien.
  • Hinter dem Angebot steht Abstract Magazine, ein Instagram-Account mit 1,1 Millionen Followern.
  • Kathleen Hildebrand verteidigt in der SZ menschliches Schreiben gegen KI im Kulturjournalismus.
  • Hildebrand zitiert Susan Sontag: Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke.

Entities

Artists

Institutions

Locations

  • Wien
  • Österreich
  • Georgien
  • Berlin
  • Deutschland

Sources