Lilja Rupprecht inszeniert Han Kangs „Die Vegetarierin“ am Thalia Theater Hamburg
Im Hamburger Thalia Theater hat Lilja Rupprecht eine Bühnenadaption von Han Kangs Buch „Die Vegetarierin“ realisiert. Die Inszenierung nutzt eindringliche Bilder, bleibt jedoch in ihrer Bewertung ambivalent. Im Mittelpunkt steht Yong-Hye, die einsamste Frau der Welt. Ihr Ehemann betrachtet sie als unauffällig und wenig anziehend; besonders schätzt er, dass sie seine Männlichkeit nicht in Frage stellt. Dies ändert sich, als Yong-Hye beschließt, auf Fleisch zu verzichten. „Ich hatte einen Traum“, erklärt sie. Mit dieser Entscheidung hinterfragt sie die patriarchale Struktur der südkoreanischen Gesellschaft und wird sowohl in ihrer Familie als auch im Umfeld ihres Mannes zur Außenseiterin, was nicht nur Irritation, sondern auch Hass hervorruft. Han Kangs Roman wird als faszinierend verstörend beschrieben und thematisiert Yong-Hyes Ekel vor menschlichem Fleisch. Die Autorin erhielt 2024 den Literaturnobelpreis. Weitere Informationen sind in der aktuellen Ausgabe des Freitag zu finden.
Key facts
- Lilja Rupprecht inszeniert „Die Vegetarierin“ am Hamburger Thalia Theater
- Han Kang verfasste den Roman „Die Vegetarierin“
- Han Kang erhielt 2024 den Literaturnobelpreis
- Die Inszenierung nutzt beklemmende Bilder und bleibt unentschieden
- Yong-Hye verweigert Fleischkonsum mit der Begründung „Ich hatte einen Traum“
- Die Verweigerung stellt die patriarchale Ordnung der südkoreanischen Gesellschaft infrage
- Yong-Hye wird in Familie und Kollegenkreis zur Außenseiterin
- Der Beitrag erschien beim Freitag
Entities
Artists
- Lilja Rupprecht
- Han Kang
Institutions
- Thalia Theater
- Freitag
Locations
- Hamburg
- Germany
- South Korea