Soziologe Michael Hartmann über die Unsichtbarkeit der deutschen Superreichen
Der Soziologe Michael Hartmann hat die deutsche Elite analysiert und schätzt deren Kern auf etwa 1.000 Personen. Laut Hartmann stammen rund 80 Prozent des Vermögens aus Erbschaften. Emma Ischinsky, eine Soziologin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, entdeckte, dass fast 25 Prozent der 500 wohlhabendsten Deutschen über einen Zeitraum von 23 Jahren in keiner der acht großen Zeitungen erwähnt wurden. Das größte Vermögen in Deutschland wird auf etwa 50 Milliarden Euro geschätzt, doch nur wenige kennen die dazugehörigen Namen und Gesichter. Hartmann, emeritierter Soziologe aus Darmstadt, hat die deutsche Elite untersucht und deren Wurzeln bis ins Kaiserreich zurückverfolgt. In einem Interview mit dem Freitag erläutert er den politischen Einfluss dieser Gruppe.
Key facts
- Michael Hartmann ist emeritierter Soziologe aus Darmstadt.
- Der Kern der deutschen Elite umfasst rund 1.000 Menschen.
- Etwa 80 Prozent der Vermögen der Superreichen sind geerbt.
- Fast ein Viertel der 500 reichsten Deutschen erscheint über 23 Jahre in keiner von acht großen Zeitungen.
- Die Soziologin Emma Ischinsky vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung hat diese Medienanalyse durchgeführt.
- Das größte deutsche Vermögen wird auf rund 50 Milliarden Euro geschätzt.
- Hartmann hat die Spur der Elite bis ins Kaiserreich zurückverfolgt.
- Die CEOs großer Unternehmen haben laut Hartmann die Telefonnummer von Friedrich Merz.
Entities
Artists
- Michael Hartmann
- Emma Ischinsky
- Friedrich Merz
Institutions
- Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
- Freitag
Locations
- Darmstadt
- Deutschland