Soziologe Martin Schröder: Zuwanderungssorge statt Wirtschaftslage treibt AfD-Wähler
Der Soziologe Martin Schröder hat die Motive von Wählenden der AfD untersucht und widerspricht der verbreiteten Annahme, wirtschaftliche Benachteiligung sei ausschlaggebend für die Unterstützung der Partei. Weder Einkommen noch Bildung, Lebenszufriedenheit oder wirtschaftliche Sorgen spielten demnach eine entscheidende Rolle. Stattdessen sei die Sorge vor Zuwanderung der zentrale Faktor. Vor dem Hintergrund der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt wird über die Ursachen des AfD-Erfolgs gestritten. Schröder erklärt im Interview mit der Wochenzeitung der Freitag, warum mehr Sozialpolitik die AfD kaum schwächen dürfte und welche Moralvorstellungen ihre Anhängerschaft prägen. Die vollständigen Ergebnisse und das Gespräch erscheinen in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Key facts
- Der Soziologe Martin Schröder erforscht, warum Menschen die AfD wählen.
- Seine Studie zeigt, dass wirtschaftliche Benachteiligung kaum eine Rolle spielt.
- Einkommen, Bildung, Lebenszufriedenheit und wirtschaftliche Sorgen sind laut der Studie nicht ausschlaggebend.
- Entscheidend ist die Sorge vor Zuwanderung.
- Seit dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt wird über die Ursachen des AfD-Erfolgs gestritten.
- Schröder widerspricht einer verbreiteten Erklärung für die Unterstützung der Partei.
- Mehr Sozialpolitik dürfte die AfD laut Schröder kaum schwächen.
- Das Interview erscheint in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Entities
Artists
- Martin Schröder
- Sham Jaff
Institutions
- AfD
- der Freitag
Locations
- Sachsen-Anhalt
- Deutschland