Slowenien 1992: Staatsbürger über Nacht zu illegalen Einwanderern erklärt
Im Jahr 1992 wurden viele Staatsbürger in Slowenien über Nacht als illegale Einwanderer eingestuft. Diese Entscheidung betraf alle, die in einem anderen Teil Jugoslawiens geboren worden waren. Ein Artikel im Freitag beschreibt, wie ein anonymer Beamter durch einen einfachen Tastendruck das Zuhause, den Beruf und die Gesundheit der Betroffenen in Frage stellte, wodurch sie zu Illegalen wurden. Ein namentlich nicht genannter Betroffener erzählt, dass er seinen Sohn zur Einschreibung in die weiterführende Schule brachte. Die Sachbearbeiterin durchsuchte die Unterlagen und sah ihn an, als würde sie den Jungen, der direkt neben ihm stand, nicht wahrnehmen. Schließlich erklärte sie: „Aber Sie haben doch gar keinen Sohn. Er existiert nicht.“ Der Artikel zieht eine historische Parallele zur gegenwärtigen Diskussion über „Remigration“. Der vollständige Text ist in der neuesten Ausgabe des Freitag zu finden.
Key facts
- 1992 wurden in Slowenien etliche Staatsbürger über Nacht zu illegalen Einwanderern erklärt.
- Die Maßnahme traf jeden, der in einem anderen Teil Jugoslawiens geboren war.
- Ein anonymer Beamter konnte per Tastendruck Beruf, Gesundheit und Zuhause aberkennen.
- Ein Betroffener brachte seinen Sohn zur Anmeldung für die weiterführende Schule.
- Die Sachbearbeiterin erklärte, der Sohn existiere nicht.
- Der Artikel verbindet das historische Ereignis mit der aktuellen „Remigration“-Debatte.
- Der Beitrag erschien im Freitag.
- Der vollständige Text ist in der aktuellen Ausgabe des Freitag lesbar.
Entities
Institutions
- Freitag
Locations
- Slowenien
- Jugoslawien