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Militarisierung der Mode: Budapester Schuhladen und Selenskyjs Hollywood-Vorbild

opinion-review · 2026-09-13

Der Berliner Schuhladen Budapester auf dem Kurfürstendamm bot zu Beginn des Ukraine-Krieges kniehohe Damenstiefeletten in militärischen Tarnfarben im Schaufenster an. Der Autor des Beitrags empfand dies als geschmacklos und stellte die Frage, ob Krieg hier als modische Haltung inszeniert werde. Die renommierte Mode-Expertin Barbara Vinken vertrat damals die Auffassung, die Stiefel müssten subversiv gelesen werden, als Affirmation von Frauen, die selbst im Krieg Eleganz hochhalten. Semiotisch seien beide Interpretationen zulässig, ebenso die Deutung, dass die Militärstiefeletten eine weibliche Solidarisierung mit Männern konnotieren. Der Text stellt fest, dass sich nicht nur die Mode militarisiert hat: Militärjacken sind zum Modetrend geworden, Rekruten werden wie Actionhelden dargestellt, und der Krieg ist längst Teil des Alltags. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj inszeniert sich laut dem Beitrag seit Jahren wie der Protagonist eines bekannten Melodrams und kopiert einen Hollywoodstar, was kaum jemandem auffalle. Vier Jahre sind laut dem Autor unterdessen vergangen, doch weder der Krieg noch die Militarisierung seien verschwunden. Der Beitrag verbindet damit Beobachtungen aus Mode, visueller Kultur und politischer Selbstdarstellung zu einer Kritik an der Normalisierung militärischer Ästhetik.

Key facts

  • Der Berliner Schuhladen Budapester auf dem Kurfürstendamm bot zu Beginn des Ukraine-Krieges kniehohe Damenstiefeletten in militärischen Tarnfarben an
  • Der Autor bezeichnete das Angebot als geschmacklos und fragte, ob Krieg als modische Haltung dargestellt werde
  • Die Mode-Expertin Barbara Vinken sagte, die Stiefel müssten subversiv als Affirmation eleganter Frauen im Krieg gelesen werden
  • Semiotisch seien beide Interpretationen zulässig, ebenso eine weibliche Solidarisierung mit Männern
  • Militärjacken sind laut dem Beitrag zum Modetrend geworden und Rekruten werden wie Actionhelden dargestellt
  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj inszeniert sich laut dem Text seit Jahren wie der Protagonist eines bekannten Melodrams
  • Der Beitrag behauptet, Selenskyj kopiere einen Hollywoodstar, was kaum jemandem auffalle
  • Vier Jahre sind laut dem Autor vergangen, ohne dass der Krieg oder die Militarisierung verschwunden seien

Entities

Artists

  • Barbara Vinken
  • Wolodymyr Selenskyj

Institutions

  • Budapester
  • Der Freitag

Locations

  • Berlin
  • Deutschland
  • Kurfürstendamm
  • Ukraine

Sources