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Kunsthalle Gießen stellt Pierre Moliniers Fetischfotografien in neuem Kontext aus

exhibition · 2026-07-03

Die Kunsthalle Gießen zeigt die Ausstellung "Sui Generis" mit Werken des französischen Künstlers Pierre Molinier (1900–1976) anlässlich seines 50. Todestages. Kuratiert von Nadia Ismail, Christophe Gaillard und Camille Gouget, kombiniert die Schau Moliniers obsessive Selbstporträts in Sadomasochismus-Kleidung mit einer Installation des Künstlerduos Angélique Aubrit und Ludovic Beillard. Deren Werk "Le moineau/Der Spatz" (2026) zeigt eine postapokalyptische Wohnung mit grotesken Puppen, die eine isolierte Kleinfamilie darstellt. Molinier, der 1976 durch Suizid starb, schuf in seinem Atelier in Bordeaux extrem ästhetisierte Fetischfotografien, die ihn in selbstentworfenen Kostümen und Prothesen zeigen. Er wurde 1900 geboren, arbeitete zunächst als Landschaftsmaler und hatte 1956 seine erste Einzelausstellung in André Bretons Galerie À l'Étoile scellée in Paris. Sein Werk beeinflusste die Performancekunst der 1970er Jahre, darunter Künstler wie Luciano Castelli, der auf der Documenta 5 ausstellte. Die Ausstellung in Gießen stellt Moliniers isolierten Kosmos nicht weitere Genderkunst gegenüber, sondern konfrontiert ihn mit Aubrit und Beillards apokalyptischem Familienszenario, das in einem fensterlosen MDF-Container in der Halle inszeniert ist.

Key facts

  • Pierre Molinier starb 1976 durch Suizid
  • Ausstellung "Sui Generis" läuft in der Kunsthalle Gießen
  • Kuratiert von Nadia Ismail, Christophe Gaillard und Camille Gouget
  • Molinier wurde 1900 in Bordeaux geboren
  • Erste Einzelausstellung 1956 in André Bretons Galerie À l'Étoile scellée
  • Molinier verwendete Gummimasken, Korsetts und selbstgemachte Prothesen
  • Aubrit und Beillard arbeiten seit 2021 zusammen
  • Installation "Le moineau/Der Spatz" (2026) zeigt eine postapokalyptische Wohnung

Entities

Artists

Institutions

  • Kunsthalle Gießen
  • Centre Pompidou
  • Tate
  • Metropolitan Museum
  • Galerie Christophe Gaillard
  • Salon des Indépendants
  • Documenta 5

Locations

  • Gießen
  • Deutschland
  • Bordeaux
  • Frankreich
  • Paris
  • Brüssel
  • Belgien

Sources