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Janina Lütt Reflektiert Über Arbeiterkind-Herkunft und den Preis des Bildungsaufstiegs

opinion-review · 2026-09-25

In einem Artikel für die Wochenzeitung der Freitag reflektiert Janina Lütt über ihre Wurzeln in einer Arbeiterfamilie und die bleibende Unsicherheit, ob sie als „Arbeiterkind“ gilt. Ihr Vater war Elektriker, während seine Brüder Maurer wurden. Die Mutter arbeitete in verschiedenen Sektoren, darunter Küche, Gastronomie, Einzelhandel und schließlich in einem Altenheim. Im Elternhaus fehlte ein Bücherregal, und trotz einer Empfehlung für das Gymnasium durfte Lütt nicht wechseln. Später erlangte sie auf einem langen Weg das Abitur und war die erste in ihrer Familie, die studierte. Dieser Aufstieg hatte seinen Preis, da Körper und Geist irgendwann nicht mehr mithielten. Lütt beschreibt, dass in dieser Zeit jemand sie wirklich sah. Ihre Geschichte erscheint zunächst als klassische Aufstiegsgeschichte, bleibt für sie jedoch ambivalent, da sie sich mit dem Begriff „Arbeiterkind“ bis heute nicht vollständig identifiziert.

Key facts

  • Die Autorin Janina Lütt veröffentlicht den Text bei der Wochenzeitung der Freitag.
  • Ihr Vater arbeitete als Elektriker, ihre Mutter in der Küche, als Servicekraft in der Gastronomie, im Verkauf und später im Altenheim.
  • Im Elternhaus gab es kein Bücherregal.
  • Trotz einer Gymnasialempfehlung durfte Lütt nicht aufs Gymnasium.
  • Sie machte als Erste in ihrer Familie das Abitur und studierte.
  • Der lange Weg zum Abitur belastete Körper und Psyche stark.
  • Lütt beschreibt, dass ein Mensch sie in dieser Zeit wirklich sah.
  • Die Frage, ob sie ein „Arbeiterkind“ sei, lässt sie bis heute nicht los.

Entities

Artists

  • Janina Lütt

Institutions

  • der Freitag

Sources