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Historiker Gerd Dietrich über AfD-Wähler im Osten und die DDR-Forschung

opinion-review · 2026-10-13

Der Historiker Gerd Dietrich, 1945 in Rudolstadt geboren, äußert sich in einem Interview zur Anziehungskraft rechtsradikaler Parolen im Osten Deutschlands. Rechtsradikale werben dort mit Simson-Mopeds und dem Slogan „Vollende die Wende“ um Stimmen. Dietrich forschte bis 1987 am Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED und arbeitet als Zeitzeuge wie als distanzierter Analytiker der DDR. Er erklärt, warum die Parolen verfangen und welche Rolle der westdeutsche Blick dabei spielt. Das Gespräch thematisiert das Paradox, dass die DDR-Geschichte in der Forschung stark präsent ist, ihre Ergebnisse aber kaum in Medien und Öffentlichkeit gelangen. Zugleich dient der oberflächliche Verweis auf „die DDR“ häufig als Erklärung für aktuelle Fragen, etwa den Aufstieg der radikalen Rechten. Der gelernte Elektriker und Spinner Dietrich verbindet eigene Erfahrung mit wissenschaftlicher Analyse des untergegangenen Staates.

Key facts

  • Gerd Dietrich wurde 1945 in Rudolstadt geboren.
  • Dietrich arbeitete bis 1987 als Historiker am Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED.
  • Rechtsradikale werben im Osten mit Simson-Mopeds und dem Slogan „Vollende die Wende“ um Stimmen.
  • Dietrich war gelernter Elektriker und Spinner.
  • Die DDR-Forschung ist umfangreicher als die zur alten Bundesrepublik zwischen 1949 und 1990.
  • Forschungsergebnisse zur DDR erreichen Medien und Öffentlichkeit nur in geringem Maße.
  • Der Verweis auf „die DDR“ dient oft als Antwort auf aktuelle Fragen, etwa den Aufstieg der radikalen Rechten.
  • Das Interview erschien bei der Wochenzeitung der Freitag.

Entities

Artists

  • Gerd Dietrich
  • Karsten Krampitz

Institutions

  • Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED
  • SED
  • der Freitag

Locations

  • Rudolstadt
  • Deutschland
  • DDR
  • Bundesrepublik Deutschland

Sources