Fünf Romane über hart arbeitende Frauen: Von der Auvergne bis Peking
Der Freitag stellt fünf Romane vor, deren Protagonistinnen körperlich schwere und oft unsichtbare Arbeit verrichten. Im Zentrum steht „Die Quellen“ (Atlantis 2024) der Prix-Goncourt-Preisträgerin Marie-Hélène Lafon, angesiedelt in einem abgelegenen Winkel der Auvergne. Eine namenlose junge Frau kauft dort mit ihrem Mann, einem Kriegsheimkehrer, einen Hof mit 27 Milchkühen, die Milch für den Käse Saint-Nectaire liefern. Das Leben auf 1.000 Metern Höhe ist abgeschieden: Nur der Briefträger, der Viehhändler und der Arzt kommen vorbei. Die blauen Flecken der Frau bleiben unerklärt; ihr Körper ist von der endlosen Hofarbeit und drei Schwangerschaften gezeichnet. Weitere besprochene Romane führen in die 1960er Jahre in ein Versandhaus und zu einer Kinderfrau in Peking. Gemeinsam ist den Büchern, dass die Arbeit der Frauen oft unsichtbar und unbesungen bleibt – und dass die Figuren nach dem guten Leben suchen und Rache nehmen. Der vollständige Text erscheint in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Key facts
- Der Freitag bespricht fünf Romane über hart arbeitende Frauen
- Marie-Hélène Lafon ist Prix-Goncourt-Preisträgerin
- „Die Quellen“ erschien 2024 bei Atlantis
- Der Roman spielt in der Auvergne auf 1.000 Metern Höhe
- Die Protagonistin führt mit ihrem Mann, einem Kriegsheimkehrer, einen Hof mit 27 Milchkühen
- Die Kühe liefern Milch für den Käse Saint-Nectaire
- Nur Briefträger, Viehhändler und Arzt kommen auf dem abgelegenen Hof vorbei
- Weitere Romane spielen in den 1960ern in einem Versandhaus und bei einer Kinderfrau in Peking
Entities
Artists
- Marie-Hélène Lafon
Institutions
- Atlantis
- Freitag
- Prix Goncourt
Locations
- Auvergne
- Frankreich
- Peking
- China