Feministische Kunstpionierin Valie Export mit 85 Jahren gestorben
Die österreichische Performancekünstlerin Valie Export, eine Pionierin des feministischen Aktionismus, ist im Alter von 85 Jahren in Wien gestorben. Sie wurde bekannt für provokante Aktionen wie „Genitalpanik“ (1969), bei der sie in einem Münchner Kino ihr Schamhaar präsentierte, um die Reduzierung von Frauen auf Lustobjekte anzuprangern. In der Fotoserie „Aktionshose: Genitalpanik“ hielt sie zusätzlich ein Maschinengewehr als Symbol männlicher Macht. Export setzte zeitlebens ihren Körper ein, um für Gleichberechtigung zu kämpfen, und wurde zur Ikone der feministischen Bewegung. Sie erlitt Anfeindungen und finanzielle Sorgen, bereute jedoch nichts. Mit bürgerlichem Namen Waltraud Stockinger (geb. Lehner) kam sie 1940 in Linz zur Welt, ging nach Wien und arbeitete für Friedensreich Hundertwasser. Sie lehnte den Wiener Aktionismus um Hermann Nitsch und Günter Brus ab. 1968 präsentierte sie ihr „Tapp und Tastkino“ und führte Peter Weibel an der Leine. 1973 schnitt sie sich im Film „Remote, Remote“ in die Fingernagelhaut. Sie änderte ihren Namen in Valie Export, heute im MoMA. Sie lehrte in Köln und Berlin und trat 2007 auf der Biennale in Venedig auf. Ihr Motto: „Kunst muss aggressiv sein.“
Key facts
- Valie Export starb mit 85 Jahren in Wien.
- Ihre Performance 'Genitalpanik' von 1969 gilt als Meilenstein des feministischen Aktionismus.
- Sie verwendete oft ihren nackten Körper in schmerzhaften Aktionen.
- Export kämpfte bis zuletzt für die Gleichstellung der Geschlechter.
- Sie wurde wegen einer Pornografie-Anklage zeitweise das Sorgerecht entzogen.
- Ihr bürgerlicher Name war Waltraud Stockinger, geboren als Waltraud Lehner 1940 in Linz.
- Sie arbeitete für Friedensreich Hundertwasser und lehnte den Wiener Aktionismus ab.
- Ihr 'Tapp und Tastkino' von 1968 erlaubte Passanten, ihren nackten Oberkörper zu ertasten.
Entities
Artists
- Valie Export
- Waltraud Stockinger
- Waltraud Lehner
- Friedensreich Hundertwasser
- Hermann Nitsch
- Günter Brus
- Peter Weibel
Institutions
- Museum of Modern Art
- Biennale in Venedig
- dpa
- Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Locations
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