Erbschaftssteuer-Rekord: Ökonomin Julia Jirmann widerspricht Jubelmeldung
Das Statistische Bundesamt berichtete von einem Rekord bei den Einnahmen der Erbschaftssteuer, die im vergangenen Jahr 21,4 Milliarden Euro betrugen. Die Ökonomin Julia Jirmann hat diese Zahlen überprüft und kommt zu einer abweichenden Einschätzung als die offizielle Darstellung. In einem Interview mit der Zeitung 'der Freitag' erläutert sie, weshalb diese Steuer unter Ökonomen besonders geschätzt wird und warum die Rekordsumme nicht als Erfolg betrachtet werden sollte. Jirmann betont, dass die hohen Einnahmen nicht auf eine stärkere Besteuerung der Superreichen hindeuten, sondern vielmehr auf eine Vermögenskonzentration. Zuvor hatte die Vermögensforscherin Emma Ischinsky im Freitag aufgezeigt, wie wenig sichtbar Deutschlands Superreiche in den Medien sind, was steuerpolitische Diskussionen erschwert.
Key facts
- Das Statistische Bundesamt meldete 21,4 Milliarden Euro Erbschaftssteuer-Einnahmen im letzten Jahr.
- Die Ökonomin Julia Jirmann hat die Zahlen nachgerechnet und kommt zu einem anderen Ergebnis.
- Jirmann wurde von 'der Freitag' interviewt.
- Emma Ischinsky, Vermögensforscherin, hatte zuvor im Freitag über die Unsichtbarkeit deutscher Superreiche berichtet.
- Jirmann argumentiert, dass die hohen Einnahmen nicht bedeuten, dass Superreiche stärker besteuert werden.
- Die Erbschaftssteuer ist bei Ökonomen besonders beliebt.
- Die Rekordsumme wird als 'Jubelmeldung' bezeichnet, aber Jirmann widerspricht.
Entities
Artists
- Julia Jirmann
- Emma Ischinsky
Institutions
- Statistisches Bundesamt
- der Freitag
Locations
- Deutschland