Die Etymologie von «Glückspilz» und «Pechvogel»: Von der Jagd über Wieland bis zur «Sendung mit der Maus»
Der Ausdruck „Pechvogel“ stammt ursprünglich aus der Jagd, wo mit Leim beschichtete Ruten verwendet wurden, um Vögel zu fangen. Im späten 18. Jahrhundert tauchte der Begriff „Glückspilz“ auf, zunächst als abwertende Bezeichnung für wohlhabende Menschen, die schnell nach Reichtum strebten. Während Übersetzungsdienste einfache Begriffe wie „lucky person“ und „unlucky person“ anbieten, vermitteln diese nicht die lebendige Bedeutung der Ausdrücke. Am 4. April 2023 stellte der neunjährige Steen in der „Sendung mit der Maus“ eine Frage zur Herkunft des Begriffs „Glückspilz“. In vielen Kulturen gilt der Fliegenpilz als Symbol für Glück und Wohlstand. Wilhelm Busch sagte: „Verlockend ist der äussre Schein, / Der Weise dringet tiefer ein.“
Key facts
- Das Wort «Pechvogel» stammt aus der Jagd, wo Vogelfangruten mit Leim oder Pech bestrichen wurden
- Der «Glückspilz» kam gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf und war zunächst negativ konnotiert
- Wieland beschrieb Parvenus als Leute, die «wie Pilze aus dem Mist aufgeschossen waren»
- Übersetzungsprogramme liefern brave Entsprechungen wie «lucky person» und «unlucky person»
- Der neunjährige Steen fragte am 4. April 2023 in der «Sendung mit der Maus» nach der Herkunft des Glückspilzes
- Der Fliegenpilz gilt in vielen Kulturen als Glücksbringer und wird mit Lebenskraft und Reichtum assoziiert
- Odin und der Weihnachtsmann tragen den Fliegenpilz herum, Feen und Zwerge wohnen darin
- Wilhelm Busch: «Verlockend ist der äussre Schein, / Der Weise dringet tiefer ein»
Entities
Artists
- Wieland
- Theo Angelopoulos
- Odin
- Weihnachtsmann
- Wilhelm Busch
- Steen
Institutions
- NZZ am Sonntag
- NZZ.ch
- Sendung mit der Maus
Locations
- Schweiz