Christoph Butterwegge: Ein Schritt zur Abschaffung der Zweiklassenmedizin
Der Armutsforscher Christoph Butterwegge argumentiert, dass nur ein einziger Schritt nötig wäre, um die Zweiklassenmedizin in Deutschland zu beenden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt eingeräumt, dass es soziale Ungerechtigkeit gibt, und als Beispiel die unterschiedlichen Chancen gesetzlich und privat Krankenversicherter auf einen zeitnahen Facharzttermin genannt. Merz, Multimillionär und früherer Blackrock-Manager, sprach möglicherweise nach den Niederlagen seiner Partei bei drei Landtagswahlen – ob aus Erkenntnis oder Taktik, bleibt offen. Kurz darauf lehnte er die Forderung nach Abschaffung des dualen Versicherungssystems jedoch explizit ab. Butterwegge weist darauf hin, dass diese Form der Zweiklassenmedizin in anderen EU-Ländern kaum noch existiert. Die öffentliche Debatte über eine solidarische Bürgerversicherung könnte ein Initialmoment sein. Der Artikel erschien im Freitag.
Key facts
- Kassenpatienten warten länger auf Facharzttermine als privat Versicherte
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) räumte soziale Ungerechtigkeit ein
- Merz nannte unterschiedliche Chancen bei Facharztterminen als Beispiel
- Merz lehnte die Abschaffung des dualen Versicherungssystems explizit ab
- In anderen EU-Ländern gibt es die Zweiklassenmedizin kaum noch
- Christoph Butterwegge ist Armutsforscher
- Merz war früher Manager bei Blackrock
- Die CDU verlor bei drei Landtagswahlen
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