Boris Palmer: AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt löst Faschismus-Debatte aus
Am 6. Oktober wurde Tobias Rausch im Magdeburger Landtag zum Präsidenten gewählt, wodurch er der erste Politiker der AfD ist, der ein deutsches Landesparlament leitet. Er erhielt 48 Stimmen, obwohl die AfD und BSW zusammen lediglich 44 Sitze innehaben; die Quelle der vier zusätzlichen Stimmen bleibt unklar. In einem Interview mit der Wochenzeitung der Freitag äußerte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer seine Meinung zur Frage, ob Sachsen-Anhalt auf dem Weg zum Faschismus sei. Palmer, dessen jüdische Verwandten 1936 fliehen mussten, verneint einen direkten Schritt in den Faschismus, nennt jedoch eine Bedingung für seine Auswanderung. Zuvor hatte die Philosophin Eva von Redecker die „Remigrations“-Ankündigung der AfD als „faschistischen Plan“ bezeichnet. Der vollständige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe des Freitag zu finden.
Key facts
- Tobias Rausch wurde am 6. Oktober zum Landtagspräsidenten in Magdeburg gewählt.
- Rausch ist der erste AfD-Politiker an der Spitze eines deutschen Landesparlaments.
- 48 Abgeordnete stimmten für Rausch, obwohl AfD und BSW zusammen nur 44 Sitze haben.
- Die Herkunft der vier zusätzlichen Stimmen ist unbekannt.
- Boris Palmer ist Oberbürgermeister von Tübingen.
- Palmers jüdische Verwandte flohen 1936.
- Eva von Redecker nannte die „Remigrations“-Ankündigung der AfD im Freitag-Interview einen „faschistischen Plot“.
- Das Interview erscheint in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
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- Boris Palmer
- Tobias Rausch
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