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Tomahawk-Raketen: Abschreckungsdenken des Kalten Krieges kehrt zurück

opinion-review · 2026-05-22

Die Debatte um Tomahawk-Raketen greift auf Abschreckungsdenken zurück, das für den Kalten Krieg typisch und gefährlich war. Besonders verwerflich ist, dass ein heißer Krieg nicht verhindert, sondern einkalkuliert wird. Abschreckungsdenken prägte den Kalten Krieg über Jahrzehnte und ist nie ganz verschwunden. Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine ist der Begriff wieder in aller Munde. Er zielt auf Abwehr einer Bedrohung durch Gegendrohung: Land A schreckt Land B ab, indem es harte Konsequenzen aufzeigt. Die NATO schreckte früher den Warschauer Pakt durch Androhung taktischer Nuklearwaffen ab. Heute verfolgt Russland denselben Ansatz gegenüber der NATO. Generalinspekteur Carsten Breuer glaubt, dass Russland spätestens 2029 angreifen könnte.

Key facts

  • Abschreckungsdenken des Kalten Krieges kehrt in der Raketen-Debatte zurück
  • Ein heißer Krieg wird nicht verhindert, sondern einkalkuliert
  • Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine ist der Begriff 'Abschreckung' wieder präsent
  • Abschreckung zielt auf Abwehr einer Bedrohung durch Gegendrohung
  • NATO schreckte früher den Warschauer Pakt durch Androhung taktischer Nuklearwaffen ab
  • Russland verfolgt heute denselben Ansatz gegenüber der NATO
  • Generalinspekteur Carsten Breuer glaubt an einen möglichen russischen Angriff bis 2029

Entities

Institutions

  • NATO
  • Bundeswehr

Locations

  • Russland
  • Ukraine

Sources