Strafrecht als Feigenblatt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt
Leonie Steinl, Strafrechtsprofessorin und ehemalige Vorsitzende der Strafrechtskommission im Deutschen Juristinnenbund, kritisiert in einem Interview mit der Freitag die Reduzierung feministischer Anliegen auf Kriminalpolitik. Sie warnt, dass härtere Strafen allein Betroffene nicht schützen. Steinl, die von einem Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford zurückgekehrt ist, lehnt die meisten Medienanfragen ab, da sie zu einfache Antworten verlangen. Die Debatte um sexualisierte Gewalt, insbesondere digitale Formen wie KI-generierte Deepfakes, fordere differenzierte Lösungen jenseits des Strafrechts.
Key facts
- Leonie Steinl ist Strafrechtsprofessorin.
- Sie war Vorsitzende der Strafrechtskommission im Deutschen Juristinnenbund.
- Steinl war zuletzt zu einem Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford.
- Sie gibt ein Interview mit der Freitag.
- Steinl lehnt die meisten Medienanfragen ab.
- Sie kritisiert die Reduzierung von Feminismus auf Kriminalpolitik.
- Die Debatte umfasst sexualisierte Gewalt, Catcalling, Vergewaltigernetzwerke und Deepfakes.
- Steinl warnt, dass Strafrecht oft nur als Feigenblatt dient.
Entities
Institutions
- Deutscher Juristinnenbund
- Universität Oxford
- der Freitag
Locations
- Deutschland