Ostsee-Boykott wegen AfD-Wahlerfolg: Kommentar kritisiert Heuchelei
Nachdem die AfD bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 35 Prozent der Stimmen erhielt, haben viele Urlauber ihre Reisen an die Ostsee storniert. Hotels und Gaststätten melden zahlreiche Stornierungen. Die Autorin Marlen Hobrack kritisiert diese Boykottaufrufe als heuchlerisch, da dieselben Personen oft keine Probleme mit Reisen in Länder mit fragwürdigen demokratischen Verhältnissen hätten. Sie argumentiert, dass solche Boykotte oft Dinge betreffen, die man ohnehin nicht tun würde, und nennt als Beispiel ihre eigene Ablehnung von Dieter Nuhrs Comedy und Stierhoden. Der Kommentar erscheint im Freitag und beleuchtet ein Phänomen des Elfenbeinturms, bei dem moralische Haltungen selektiv angewendet werden.
Key facts
- AfD erreichte bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 35 Prozent der Stimmen.
- Mehr als 30 Prozent der Wähler in Mecklenburg-Vorpommern planen, bei der nächsten Wahl die AfD zu wählen.
- Hotels und Gaststätten an der Ostsee melden zahlreiche Stornierungen als Reaktion auf den AfD-Wahlerfolg.
- Die Autorin Marlen Hobrack kritisiert die Boykottaufrufe als heuchlerisch.
- Hobrack argumentiert, dass Boykotte oft Dinge betreffen, die man ohnehin nicht tun würde.
- Der Kommentar wurde im Freitag veröffentlicht.
- Die Autorin nennt als Beispiel ihre Ablehnung von Dieter Nuhrs Comedy und Stierhoden.
- Der Kommentar thematisiert ein Elfenbeinturm-Phänomen selektiver moralischer Haltungen.
Entities
Institutions
- AfD
- Freitag
Locations
- Mecklenburg-Vorpommern
- Ostsee
- Darß
- London