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Matthias Hornschuh: KI ohne Bewusstsein kann keine Kunst schaffen

opinion-review · 2026-04-26

Im Interview mit dem Monopol Magazin anlässlich des German Creative Economy Summit in Hamburg kritisiert der Musikproduzent und Autor Matthias Hornschuh die aktuellen KI-Entwicklungen scharf. Er argumentiert, dass generative KI wie ChatGPT oder Claude nicht kreativ sein könne, da ihr Intentionalität und Bewusstsein fehlten. Kreativität setze ein Subjekt voraus, das etwas ausdrücken wolle. Hornschuh warnt vor einer „Enteignung“ von Urhebern durch diebstahlsbasierte Trainingsdaten und verweist auf die Klage der New York Times gegen OpenAI Ende 2023. Er betont, dass die Effizienzversprechen der KI oft nicht eingehalten würden, da viel Zeit für Korrekturen nötig sei. Zudem sieht er die Technologie als Brandbeschleuniger einer bereits bestehenden Entwertung von Wissensarbeit. Hornschuh fordert mehr kritisches Bewusstsein bei Kreativen und digitale Souveränität Europas. Er rät jungen Menschen dennoch zum Kunststudium, da dort Fähigkeiten wie Konzeption und Publikumsorientierung erlernt würden.

Key facts

  • Interview mit Matthias Hornschuh im Monopol Magazin
  • Hornschuh spricht auf dem German Creative Economy Summit in Hamburg
  • Generative KI habe keine Intentionalität und sei daher nicht kreativ
  • KI-Systeme basierten auf Diebstahl von Urheberrechten
  • New York Times verklagte OpenAI Ende 2023 wegen Plagiaten
  • Effizienzgewinne durch KI seien oft gering
  • KI sei ein Brandbeschleuniger für die Entwertung von Wissensarbeit
  • Hornschuh fordert digitale Souveränität Europas

Entities

Artists

  • Matthias Hornschuh
  • Joseph Weizenbaum
  • Gerhard Richter

Institutions

  • Monopol Magazin
  • German Creative Economy Summit
  • New York Times
  • OpenAI
  • Google
  • Deezer
  • Ipsos
  • Künstlersozialkasse
  • Nvidia
  • EU

Locations

  • Hamburg
  • Deutschland
  • Köln
  • Kölner Dom
  • Leipzig
  • globaler Süden
  • Europa

Sources