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Kacem El Ghazzali: Der ewige Migrant und die Instrumentalisierung von Einwanderern

opinion-review · 2026-05-04

In einem Essay für die NZZ kritisiert der schweizerisch-marokkanische Islamwissenschaftler Kacem El Ghazzali die Erwartungshaltung linker Kreise, dass Migranten eine bestimmte politische Haltung einzunehmen hätten. Wer als Einwanderer keine linke Position vertrete, werde schnell als gesteuert oder instrumentalisiert abgestempelt. El Ghazzali argumentiert, dass dieser Vorwurf darauf abziele, Andersdenkenden die Urheberschaft ihrer Gedanken abzusprechen. Er verweist auf den afroamerikanischen Ökonomen Thomas Sowell, der beschrieben habe, wie eine Elite definiere, was bestimmte Gruppen zu denken hätten. Der Autor lehnt die Rolle des ewigen Migranten ab und plädiert für eine bürgerliche Identität, die nicht durch Herkunft determiniert sei. Er beruft sich auf das moderne Emanzipationsprojekt seit der Französischen Revolution und zitiert den libanesisch-französischen Schriftsteller Amin Maalouf. El Ghazzali, der 2011 als Flüchtling in die Schweiz kam, sieht sich selbst nicht als Migranten, sondern als Bürger.

Key facts

  • Kacem El Ghazzali ist ein schweizerisch-marokkanischer Islamwissenschaftler und Essayist.
  • Er kam 2011 als Flüchtling in die Schweiz.
  • Der Essay erschien in der NZZ.
  • El Ghazzali kritisiert linke Kreise, die Migranten in eine politische Rolle zwängen.
  • Er bezieht sich auf den afroamerikanischen Ökonomen Thomas Sowell.
  • Er zitiert den libanesisch-französischen Schriftsteller Amin Maalouf.
  • El Ghazzali lehnt die Bezeichnung 'Migrant' für sich ab.
  • Er beruft sich auf die Französische Revolution und die Emanzipation der Juden.

Entities

Artists

  • Kacem El Ghazzali
  • Thomas Sowell
  • Amin Maalouf

Institutions

  • NZZ
  • Zunft zum Kämbel

Locations

  • Zürich
  • Schweiz
  • Casablanca
  • Brandenburg-Preussen

Sources