Historiker deckt NS-Verbrechen deutscher Unternehmerdynastien auf
Der Historiker David de Jong untersucht in einem Interview die NS-Vergangenheit deutscher Unternehmerfamilien wie Quandt, Porsche-Piëch, Oetker, von Finck, Flick und Kühne. Ihr Reichtum basiert laut de Jong auf Enteignung jüdischer Unternehmer und dem Einsatz von Zwangsarbeitern sowie KZ-Häftlingen in Fabriken. Nach dem Krieg blieben die Vermögen erhalten, während Täter zu Mitläufern erklärt wurden. Heute distanzieren sich Unternehmen und Stiftungen von diesen Verbrechen, obwohl sie von den Namen der Patriarchen profitieren. De Jongs Großvater, ein niederländischer Strumpffabrikant, war selbst betroffen. Das Interview erscheint in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Key facts
- David de Jong ist Historiker und Autor des Interviews.
- Betroffene Familien: Quandt, Porsche-Piëch, Oetker, von Finck, Flick, Kühne.
- Reichtum entstand durch Enteignung jüdischer Unternehmer und Zwangsarbeit.
- KZ-Häftlinge wurden in Fabriken eingesetzt.
- Nach dem Krieg wurden Täter zu Mitläufern erklärt.
- Unternehmen und Stiftungen trennen heute ihren Erfolg von den NS-Verbrechen.
- De Jongs Großvater war niederländischer Strumpffabrikant und betroffen.
- Das Interview erschien in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Entities
Institutions
- Quandt
- Porsche-Piëch
- Oetker
- von Finck
- Flick
- Kühne
- Der Freitag
Locations
- Deutschland