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Gott spricht Wienerisch: Eine dialektale Sprachbetrachtung

publication · 2026-05-21

In einer Kolumne für die NZZ am Sonntag beschäftigt sich Manfred Papst mit der Thematik der göttlichen Sprache, inspiriert von Michael Stavaričs Gedichtband «in an schwoazzn kittl gwicklt», der 2017 veröffentlicht wurde. Stavaričs zweisprachiges Werk, das auf H. C. Artmanns Klassiker «med oana schwoazzn dintn» (1958) Bezug nimmt, präsentiert auf der linken Seite Dialekt und auf der rechten Hochdeutsch. Papst hebt die Freude hervor, die Mundart zu entschlüsseln, und verweist auf die Vielzahl deutscher Dialekte von München bis Wien. Er erzählt eine Anekdote, in der Gott am achten Schöpfungstag die Dialekte erschuf und den enttäuschten Wiener mit den Worten tröstete: «Scheiss di ned au, Oida, dann redst hoid wia i!». Der Text verknüpft theologische Überlegungen zu Offenbarung und Verborgenheit mit sprachlichem Humor.

Key facts

  • Manfred Papst ist Kolumnist der NZZ am Sonntag.
  • Michael Stavarič veröffentlichte 2017 den Gedichtband «in an schwoazzn kittl gwicklt».
  • Der Titel bezieht sich auf H. C. Artmanns «med oana schwoazzn dintn» aus dem Jahr 1958.
  • Der Band ist zweisprachig: links Dialekt, rechts Hochdeutsch.
  • Papst erwähnt Ernst Burrens Solothurner Diphthonge, Berta Thurnherrs Diepoldsauer Zusprüche und Béla Rothenbühlers Luzerner Rätsel.
  • Die Kolumne fragt, welche Sprache Gott spreche.
  • Stavarič erzählt eine Anekdote vom achten Schöpfungstag, an dem Gott die Dialekte schuf.
  • Gott selbst spricht laut Anekdote Wienerisch.

Entities

Artists

  • Manfred Papst
  • Michael Stavarič
  • H. C. Artmann
  • Ernst Burren
  • Berta Thurnherr
  • Béla Rothenbühler

Institutions

  • NZZ am Sonntag

Locations

  • Berlin
  • München
  • Kiel
  • Innsbruck
  • Wien
  • Solothurn
  • Diepoldsau
  • Luzern
  • Prater

Sources