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Ex-Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor KI-Massenüberwachung

ai-technology · 2026-04-29

Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger übt heftige Kritik am neuen Sicherheitspaket, das am Mittwoch vom Bundeskabinett unter der Leitung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) beschlossen wurde. Dieses Gesetz ermöglicht es Polizei- und Migrationsbehörden, biometrische Daten aus dem Internet, wie Urlaubsfotos aus sozialen Medien oder Aufnahmen von Protesten, zu speichern und zu analysieren. Zudem wird der Einsatz von KI-Software wie Palantir zur automatischen Auswertung vorgesehen. Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor einem „unglaublich tiefen Eingriff“ in die Grundrechte und befürchtet, dass die Maßnahmen weitgehend „unter dem Radar“ ablaufen. Datenschützer:innen weisen darauf hin, dass die geplanten Regelungen gegen EU-Recht und das Grundgesetz verstoßen. Leutheusser-Schnarrenberger war von 1992 bis 1996 und von 2009 bis 2013 im Amt.

Key facts

  • Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzesentwurf von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) beschlossen.
  • Polizei- und Migrationsbehörden sollen künftig biometrische Daten aus dem Internet speichern und auswerten dürfen.
  • KI-Software wie Palantir soll zur automatischen Datenanalyse eingesetzt werden.
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger war von 1992 bis 1996 und 2009 bis 2013 Bundesjustizministerin.
  • Datenschutzrechtler:innen sehen einen Verstoß gegen EU-Recht und das Grundgesetz.
  • Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor einem tiefen Eingriff in die Grundrechte.

Entities

Institutions

  • Bundeskabinett
  • CSU
  • Palantir
  • Der Freitag

Locations

  • Deutschland

Sources