Doku über DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley verfehlt den Fokus
Der Dokumentarfilm „Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung“ von Fosco Dubini und Barbara Marx beleuchtet das Leben der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, versäumt jedoch, sich intensiv mit ihrer Person auseinanderzusetzen. Im Jahr 1988 wurde Bohley, nach zwei Wochen Haft wegen „landesverräterischer Agententätigkeit“, gegen ihren Willen zusammen mit ihrem Sohn und Partner aus der DDR in den Westen abgeschoben. Sie hatte den staatlichen Verhandlern das Versprechen abgerungen, nach sechs Monaten zurückkehren zu dürfen, doch die Erfüllung dieses Versprechens blieb ungewiss. Ihre erzwungene Reise führte sie durch Städte wie Paris, London, Loch Ness, Florenz und Venedig, wobei sie die Sehenswürdigkeiten nicht genießen konnte. Eine Rezension des Films erscheint in der aktuellen Ausgabe des Freitag.
Key facts
- Dokumentarfilm 'Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung' von Fosco Dubini und Barbara Marx
- Porträtiert DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley
- Film versäumt es, sich wirklich auf Bohley zu konzentrieren
- Bohley wurde 1988 nach zweiwöchiger Haft wegen 'landesverräterischer Agententätigkeit' aus der DDR abgeschoben
- Sie reiste mit Sohn und Partner in den Westen
- Erzwungene Reise führte nach Paris, London, Loch Ness, Florenz und Venedig
- Bohley konnte die Reise nicht genießen
- Sie hatte Rückkehrversprechen nach sechs Monaten ausgehandelt – ein Novum
Entities
Artists
- Bärbel Bohley
- Fosco Dubini
- Barbara Marx
Institutions
- Der Freitag
Locations
- Paris
- London
- Loch Ness
- Florenz
- Venedig
- DDR